Clima Now Spotlight

Wie ernähren wir die Schweiz von morgen?

Der Klimawandel setzt das Schweizer Ernährungssystem unter Druck. Trockenheit und Extremwetter stellen die Produktion vor neue Anforderungen, Böden degradieren. Doch enormes Potenzial bleibt ungenutzt.

Wir denken die Wertschöpfung als Netzwerk: Anbau, Verarbeitung, Vertrieb und Handel stehen in Bezug zueinander – was sich an einer Stelle verändert, wirkt auf das Ganze.

Um das Netzwerk resilient zu machen, brauchen wir Lösungen. Die suchen wir für Spotlight 2026 gemeinsam mit Innovate4Nature, Zweifel Chips & Snacks AG, Swiss Food & Nutrition Valley und Graubünden Ferien.

Wir haben vier Hebel identifiziert, an denen eure Ideen wirklich etwas bewegen können. Die Beispiele dazu dienen als Inspiration. Wir freuen uns ausdrücklich über weitere, neue oder unkonventionelle Ansätze.

Wo setzt dein Projekt an?

Hebel 1: Der Erhalt von Ressourcen

Der Klimawandel bedroht die natürlichen Grundlagen unserer Landwirtschaft. Böden degradieren, Wasserverfügbarkeit nimmt ab, Biodiversität schwindet. Wir suchen Lösungen, die Ressourcen regenerieren und schützen – und zeigen, wie das wirtschaftlich tragfähig sein kann.

Projektbeispiele:
  • Lösungen die Biodiversität und Bodengesundheit fördern
  • Tools die Klimaleistungen messbar und nutzbar machen
  • Finanzierungsmodelle für den Umstieg auf klimaresilienten Anbau
  • Anbau und Vermarktung von Proteinalternativen

Hebel 2: Verarbeitung & Kreislauf

In der Verarbeitung von Ressourcen zu Lebensmitteln gehen Rohstoffe, Energie und Wert verloren, weil Infrastruktur fehlt, Nebenströme ungenutzt bleiben und Prozesse nicht für Kreisläufe gebaut sind. Dieses Potenzial können wir nutzen.

Projektbeispiele:
  • Weiterverwendung von Nebenströmen direkt am Entstehungsort
  • Geteilte Verarbeitungsinfrastruktur für Kleinbetriebe
  • Neue Produkte aus bisher ungenutzten regionalen Ressourcen

Hebel 3: Vernetzung & Synergie

Im Ernährungsnetzwerk steckt enormes Potenzial für Zusammenarbeit. Geteilte Infrastruktur, Abnahmesicherheit und bessere Verbindungen zwischen Akteuren schaffen Wert für alle. Wir suchen Ideen, die neue Synergien erschliessen.

Projektbeispiele:
  • Echtzeit-Matching zwischen Produktion und Abnehmern
  • Tools für Preistransparenz
  • Regionale Infrastrukturmodelle die Lagerung und Vertrieb bündeln

Hebel 4: Neue Wertschöpfung

Das Ernährungssystem birgt ungenutztes Potenzial für neue Produkte, Dienstleistungen und Ansätze, die Klimaleistungen sichtbar und wirtschaftlich attraktiv machen.

Projektbeispiele:
  • Carbon Farming Modelle die Kohlenstoffspeicherung mess- und vermarktbar machen
  • Agro-PV Konzepte die Energie- und Nahrungsproduktion verbinden
  • Impact-basierte Finanzierungsmodelle für klimafreundliche Betriebe

Was wir suchen

  • Projekte in einer ersten Umsetzungsphase, die mit 50’000 CHF einen echten Schritt machen können
  • Wirkung die zählt: skalierbar, replizierbar oder inspirierend für andere
  • Wir sind für alle Strukturen offen: Startups, Einzelpersonen, Vereine, Genossenschaften, etc.
Gestalte eine zukunftsfähige Schweiz mit – eine Lösung nach der anderen.

🌱 Lass deine Idee wachsen!

Projekte können eingereicht werden bis zum 30. Juni, 2026 um 11:59 (oder bis Spots voll sind).

Wie ernährst du die Schweiz von morgen?

Unsere Spotlight Partner

Dieses Jahr schreiben wir gemeinsam mit Innovate4Nature aus. Weiter unterstützt wird Spotlight 2026 von innovativen Organisationen, die für ihr Engagement und ihre Expertise für nachhaltige Ernährungssysteme bekannt sind. Sie bringen ihr Wissen, Netzwerk und Überzeugung ein.

Catalysing Nature-Positive Innovation

Innovate 4 Nature (I4N) ist eine Schweizer Stiftung, die als globaler Impulsgeber für naturpositive Innovationen fungiert und sich zum Ziel gesetzt hat, die Wirtschaft hin zu einer regenerativen Zukunft zu transformieren.
Indem I4N naturpositive Lösungen identifiziert und mit den richtigen Partnern vernetzt, unterstützt die Stiftung Organisationen dabei, den Wandel zu beschleunigen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschliessen und ihre Betriebsabläufe sowie Wertschöpfungsketten zukunftssicher zu gestalten.

Qualität und Tradition mit Pioniergeist

Die Zweifel Chips & Snacks AG ist führende Schweizer Herstellerin von Chips und Snacks und liegt zu 100% in Familienbesitz. Mit den Marken Zweifel und Berger produziert und vertreibt das Unternehmen rund 80 verschiedene salzige und süsse Produkte.
Mit klarem Bekenntnis zum Standort Schweiz fördert Zweifel den nachhaltigen Standortausbau in Spreitenbach. Durch das Bekenntnis zur Science Based Target Initiative verpflichtet sich Zweifel freiwillig, in zukunftsfähige Innovationen zu investieren.

Pioniere für nachhaltige und resiliente Lebensmittelsysteme

Das Swiss Food & Nutrition Valley (SFNV) ist ein nationaler Verein, der sich der Stärkung und Förderung von Innovationen im Bereich der Lebensmittelsysteme verschrieben hat und sich dabei auch auf internationaler Ebene engagiert. Mit 150 Partnern, die aus den unterschiedlichsten Bereichen der Branche stammen, arbeiten sie daran, die dringendsten Herausforderungen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Nahrungsmittel zu bewältigen und entwickeln innovative Lösungen, die zur Gesundheit unseres Planeten und der Menschen beitragen.

Tourismusmarketingorganisation des Kantons Graubünden

Graubünden Ferien ist die Tourismusmarketingorganisation des Kantons Graubünden. Gemeinsam mit ihren Partnern verfolgt sie das Ziel, mehr Gäste nach Graubünden zu locken und die Branche nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Das Wappentier Graubündens, der Steinbock, ist ihr Markenzeichen, und sie leben dessen Eigenschaften – stolz, trittsicher und teamorientiert.

Der Ablauf und der Gewinn

1. Einreichung deiner Idee

Die Ausschreibung startet am 4. Mai 2026.

Ihr könnt eure Ideen über das Formular auf unserer Website einreichen. Beschreibt eure Vision und Ziele und stellt eure Idee mit einem 2-minütigen Video und Bildern vor. So wird euer Projekt auch auf unserer Website präsentiert, falls es für den nächsten Schritt ausgewählt wird.

Bewerbungen werden fortlaufend bewertet. Die Einreichung ist bis zum 30. Juni 2026, 11:59 Uhr möglich (oder bis alle Plätze vergeben sind).

Nach Ablauf der Frist trifft unsere Jury eine Vorauswahl, um zu bestimmen, welche Ideen auf unserer «Wall of Fame» erscheinen.

👀 Details zum Auswahlprozess und wichtige Daten findest du in den FAQs.

2. Public Voting: die Community entscheidet!

Ehre, wem Ehre gebührt. 👑

Alle von der Jury vorausgewählten Ideen werden am 7. September 2026 auf der Clima Now «Wall of Fame» veröffentlicht. Ab dann können die Ideen von der Öffentlichkeit diskutiert, geteilt und bewertet werden.

Jetzt seid ihr dran: Mobilisiert euer Netzwerk und sammelt Stimmen für eure Idee. Nach 2 Wochen, am 21. September 2026, endet das Public Voting und die 7 Projekte mit den meisten Stimmen werden zur Spotlight Pitch Night eingeladen.

3. Euer Moment im Spotlight

Die 7 Projekte mit den meisten Stimmen treten am 29. Oktober 2026 an der Spotlight Pitch Night im Kraftwerk Zürich auf die Bühne und präsentieren ihre Idee vor der Jury und dem Publikum.

Die Preisgelder:
🥇 1. Platz: CHF 50’000
🥈 2. Platz: CHF 25’000
🥉 3. Platz: CHF 10’000
🧡 Publikumspreis: CHF 5’000

Der inhaltliche Support:
🧠 Unsere Partner bieten Zugang zu Mentoring, zum Sektor und geben die Möglichkeit, euer Projekt einem breiten Publikum vorzustellen – für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung auf dem Weg zur Umsetzung.

Seid ihr dabei? Die Bühne gehört euch!

Die Jury

Ausgewiesene Expert:innen aus dem Wertschöpfungsnetzwerk für Ernährung bringen ihr Wissen in Clima Now Spotlight ein. Sie sichten alle eingereichten Ideen und treffen eine Vorauswahl. An der Pitch Night wählen sie die Gewinnerprojekte aus.

Fabien Curty Landwirt und Leiter Beschaffung Rohstoffe Zweifel Chips & Snacks AG

Fabien Curty ist bei der Zweifel Chips & Snacks AG verantwortlich für den Kartoffeleinkauf und wird intern als echter Kartoffelexperte geschätzt. Tief in der vorgelagerten Wertschöpfungskette verankert, ist er schweizweit auf Verbandsebene vernetzt und arbeitet eng mit Produzenten und Lieferanten zusammen, um neue, robustere Sorten zu entwickeln. Als gelernter Landwirt mit einem Abschluss in Agronomie bringt er fundierte Einblicke in die Realität des Schweizer Ackerbaus mit. Zudem bewirtschaftet er selbst einen Betrieb mit verschiedenen Kulturen und testet regenerative Anbaumethoden. Als Jurymitglied bringt er Erfahrung, Innovationskraft und den Fokus auf zukunftsweisende Lösungen aktiv in die Bewertung und Förderung herausragender Projekte ein.

Dr. Barbara Dubach Executive Director, Innovate4Nature

Mit Leidenschaft für Nachhaltigkeit und Innovation treibt Barbara Dubach transformative Veränderungen voran. Als Direktorin von Innovate4Nature inspiriert sie Entscheidungsträger, innovative Lösungen für eine natur-positive Zukunft umzusetzen. Mit internationaler Erfahrung als Senior Vice President bei Holcim, Direktorin beim World Business Council for Sustainable Development und Umweltökonomin beim Bundesamt für Umwelt bringt sie umfassende Führungserfahrung mit. Sie ist Mitglied im Vorstand von Swisscleantech und ESG4Boards und teilt ihr Wissen als Dozentin an Universitäten und Fachhochschulen.

Christina Senn-Jakobsen CEO, Swiss Food & Nutrition Valley

Christina Senn-Jakobsen verbindet fundiertes Fachwissen in Lebensmittelwissenschaft und Ernährung mit über 12 Jahren internationaler Erfahrung in der Markenartikelindustrie und sieben Jahren im Open-Innovation-Food-Ökosystem. Als CEO von Swiss Food & Nutrition Valley bringt sie das Schweizer Lebensmittel-Ökosystem zusammen, um zukunftsorientierte Ernährungssysteme zu gestalten. Sie versteht es, vielfältige Akteure rund um gemeinsame Ziele zu vereinen – denn sie ist überzeugt: Die Transformation des Ernährungssystems ist eine Teamleistung.

Kerstin Sigron CSO & Vizedirektorin, Graubünden Ferien

Kerstin Sigron verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung bei Graubünden Ferien die Bereiche Shared Services und Nachhaltigkeit. Mit ihrem Team entwickelt sie digitale Dienstleistungen für touristische Partnerbetriebe und unterstützt die nachhaltige Transformation des Bündner Tourismus – mit Fokus auf Vernetzung, Wissenstransfer, destinationsübergreifende Projekte und skalierbare Services. Neben ihrer langjährigen Erfahrung in Tourismus, Strategie und Angebotsentwicklung bringt sie einen direkten Bezug zur Landwirtschaft mit: Seit 2022 führt sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Betrieb, leitet eine Bauernhofspielgruppe und stellt Produkte für den Hofladen her. Diese Verbindung prägt ihren Blick auf ländliche Wertschöpfung, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung.

Theresa Jacobs Project Lead, Jucker Farm AG

Theresa Jacobs arbeitet an der Schnittstelle von Ernährungssystemen, regenerativer Landwirtschaft und Nachhaltigkeitstransformation. Als Project Lead bei Jucker Farm AG begleitet sie die Umstellung auf regenerative Anbaumethoden mit einem tiefen Verständnis für die Realität der Lebensmittelproduktion vor Ort. Zuvor leitete sie bei der Earthworm Foundation ein Innovations-Projekt zur regenerativen Landwirtschaft auf Schweizer Betrieben in Partnerschaft mit Coop und beriet Kleinbauern-Initiativen in der Schweiz, Uganda, China, Indonesien und weiteren Ländern. Sie ist überzeugt: Nur wenn die gesamte Wertschöpfungskette an einem Strang zieht, entstehen tragfähige Lösungen – für und mit den Landwirt:innen.

Tobias Vogel COO Proseed, Winner Spotlight 2023

Tobias Vogel ist COO und Mitgründer von Proseed, einem Startup, das industrielle Trocknungs- und Wärmeprozesse neu denkt, um den Energieverbrauch in der Ernährungsindustrie massgeblich zu senken. Proseed gewann 2023 den 2. Platz bei Clima Now Spotlight. Tobias kennt den Weg von der Idee zur Umsetzung aus eigener Erfahrung und weiss, was es braucht, damit aus einem vielversprechenden Projekt ein erfolgreiches Unternehmen wird.

Sabine Mukerji Lead Ecosystems Climate & Agriculture, WWF

Sabine Mukerji leitet bei WWF Schweiz transformative Projekte an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Ökosystemen und Klimaschutz. Mit über zehn Jahren Erfahrung in Agrarpolitik, Lebensmittelkettensicherheit und Molekularbiologie – unter anderem als Co-Leiterin Genetische Ressourcen beim Bundesamt für Landwirtschaft – bringt sie ein breites Fundament mit. In der Jury vertritt sie die Stimme der Natur: Sie beurteilt, welche Innovationen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch tragfähig sind.

Dr. Jeanne Tomaszewski Stv. Direktorin und Forschungskoordinatorin, World Food System Center ETHZ

Jeanne Tomaszewski verbindet wissenschaftliche Tiefe mit einem Gespür für die Praxis. Mit einem Hintergrund in Chemieingenieurwesen und Umweltwissenschaften sowie langjähriger Erfahrung in Wissenschaftskommunikation bringt sie als Deputy Director des World Food System Center an der ETH Zürich Forschung, Politik und Wirtschaft an einen Tisch – und sorgt dafür, dass Erkenntnisse dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Für die Jury bringt sie die Fähigkeit mit, Ideen sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gesellschaftlicher Perspektive zu beurteilen.

Dr. Elke Kellner Dozentin für Nachhaltige Entwicklung, Transformation und Kreislaufwirtschaft, HSLU

Elke Kellner erforscht die Governance sozial-ökologischer Systeme und wie Wissenschaft in die Praxis überführt werden kann – genau das, was wirkungsvolle Innovationen im Ernährungsbereich brauchen. Sie ist Dozentin für Nachhaltige Entwicklung, Transformation und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Luzern. Mit ihrem inter- und transdisziplinären Ansatz und ihrer Erfahrung, vielfältige Akteure rund um gemeinsame Ziele zu vereinen, beurteilt sie Projekte mit Blick auf ihre systemische Wirkung.

Martin Meili Co-Founder and President of the Foundation Board, Clima Now

Martin Meili war 1970 als Austauschstudent in den USA Zeuge des ersten Earth Day und wurde früh mit den Herausforderungen des Klimawandels und dem Begriff «Point of No Return» konfrontiert. Seither treibt ihn die Frage an, wie geeignete Lösungen endlich gefördert und wirksame Massnahmen umgesetzt werden können. Mit seinem Engagement bei Clima Now bringt er diese langjährige Überzeugung und seinen unermüdlichen Einsatz für den Klimaschutz in die Jury ein.

Unsere Netzwerk Partner

Starke Ideen brauchen starke Verbündete. Wir freuen uns, mit einem wachsenden Netzwerk von Organisationen zusammenzuarbeiten, die unsere Ausschreibung unterstützen und weitertragen.